Urlaub im März 2004

Diesmal hatten wir eine Woche in Deutschland verplant. Mit dem Auto ging es auf der A 4 durch Thüringen (im Winter) zunächst nach Hessen.

Am Morgen des 11. März machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Stippvisite nach Schweinsberg an der Ohm. Die Geschichte in dieser Region ist sehr interessant und die vielen alten Burgen und Fachwerkhäuser lassen alte Zeiten nachempfinden. Wir machten einen kleinen Rundgang über das Burggelände und gingen dann zurück durch den Ort. Auf dem Rückweg nach Amöneburg fuhren wir am Brücker Wirtshaus vorbei .

Von Amöneburg ging es am 12. März nach Leer. Wir wohnten dort in einer wunderschönen Privatunterkunft, etwas abseits und sehr ruhig gelegen. Wir unternahmen Abstecher nach Groningen (NL), Norddeich, Papenburg, Bourtange (NL) und Sögel. Am 17. März ging es dann nach Königswinter. Da besuchten wir den Drachenfels - und es war der erste schöne warme Frühlingstag. Am nächsten Tag fuhren wir nach Bonn, machten einen Spaziergang am Rheinufer, besuchten die Sonderausstellung "Unser blauer Planet" im König-Museum, besuchten einen guten Freund und sahen uns in der Universität die kleine ägyptische Ausstellung an. Leider war die Zeit wie immer wieder mal zu wenig und schon am nächsten Tag machten wir uns auf den Heimweg.

Schweinsberg an der Ohm (weitere Informationen siehe Stadtgeschichte)

Im 12. Jahrhundert war Schweinsberg noch Eigentum der v. Merlau und gelangte durch Heirat des Ritters Guntram Vogt mit einer Schwester des Ritters Eberhard v. Merlau in den Besitz der späteren Schencken zu Schweinsberg. Etwa um 1230/31 erbaute der landgräflich thüringische Burgmann Guntram v. Marburg und v. Grünberg, eine Burg auf dem kleinen Basaltkegel. Guntram nahm den Namen "von Schweinsberg" an und wurde vom letzten Landgrafen von Thüringen, dem deutschen König Heinrich Raspe, zum hessischen Erbschencken bestellt.

   

Brücker Wirtshaus (weitere Informationen siehe http://www.hessen-militaer.de/amoeneburg.htm)

Der von 1756-1763 dauernde 7jährige Krieg, den Preußen gegen Österreich, Rußland und Frankreich führte, hat auch in Hessen tiefe Spuren hinterlassen. Am 21. Sept. 1762 kam es zu einem fast 14stündigen Gefecht um den Ohmübergang an der Brücker Mühle bei Amöneburg. Am 3. Nov. 1762 handelten England und Frankreich zu Fontainebleau einen Vorfrieden aus und als die französischen Generäle am 7. Nov. davon Kenntnis erhielten, kam es einen Tag später am Brücker Wirtshaus zu einer Unterredung der beiden Parteien. Am 14. Nov. erhielt dann auch Herzog Ferdinand vom englischen König die Vollmacht, mit den Franzosen über einen Waffenstillstand zu verhandeln.